Schlagwort: Suche nach Gott und Glaube

  • 1: Die Suche nach Gott und meinem Glauben, wie es begann

    Hinter diesem entstehenden „Buch“ steckt ein ganz normaler Mensch mit allen möglichen Schwächen und Macken, ich habe Vorurteile, ich reagiere falsch und wenig sensibel, verletze Menschen ungewollt oder sogar absichtlich. Der machte sich auf der Suche nach seinem Glauben. Und fand ihn, aber dazu später…

    Ich möchte hier meine kleine Geschichte erzählen, wie mein Glaube zum Glauben wurde, wie ich mich viele Jahre selbst belogen habe indem ich dachte ich wäre ein gläubiger Mensch und wo ich strauchele und verzweifelt versuche die Worte der Bibel anzunehmen und mich passend verhalte.

    Beruflich bin als kleiner IT Manager unterwegs, also kein Theologe, kein Wissenschaftler und für besonders schlau halte ich mich auch nicht. Ich bin sicher, das meine Texte holprig und stilistisch eher etwas körnig sind.

    Das, was ich hier so schreibe, hat keinen wissenschaftlichen Anspruch oder lässt sich in irgendeiner Form beweisen, wie es nun mal beim Glauben so ist. Es soll nur meine ganz eigene Sicht der Dinge darstellen und wie ich meinen Weg denke gefunden zu haben.

    Es ist ein Gedankenspiel, wenn es für dich passt super, wenn nicht ist es auch super. Wenn es auch nur einem Menschen hilft, ist das Ziel erreicht.

    Es gab im Jahr 2022 oder 2023 also eine ganze Zeit her, einen Stupser von einem Pastor, mit dem ich telefonierte. Der Grund war damals mein Wunsch eine Messe für meine verstorbenen Eltern lesen zu lassen. In dem Gespräch sind wir unter anderem auf das Thema Theodizee (der Begriff wird dir auch immer wieder begegnen und ist der Versuch zu erklären, wie sich die grausame Welt mit Gottes Gnade vereinbaren lässt) gekommen und er legte mir das biblische Buch Hiob nahe. Meine ersten Gehversuche des Bibellesens scheiterten aber sowas von kläglich, fast schon sagenumwoben. Ich ließ es dann erstmal dabei und legte das Thema ad acta.

    Zum aktuellen Zeitpunkt bin ich 59 Jahre alt (2026) und habe vor ca. einem Jahr damit begonnen mich mit dem Thema Glaube intensiv auseinanderzusetzen. Einen konkreten Auslöser, warum das jetzt so tiefgehend ist, habe ich bisher nicht gefunden. Aber sei es drum.

    Irgendwie dachte ich immer, ich sei ein gläubiger Mensch, irgendwie so. Und je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, umso mehr merke ich: Das war ein Satz mit X, das war wohl nix.

    Am Anfang war das Wort….also her mit der Bibel, im Schrank findet sich sicher ein Exemplar und los geht’s. Naiv wie ich war, las ich die Worte und Sätze und angekommen ist genau NICHTS. Was war denn nun das? Auch die Wiederholung war nicht sehr beeindruckend, dabei bin ich doch ein geübter Leser.

    Schon mal für den werten Leser vorab: Bibel lesen ist nicht ganz so trivial, das ist kein Roman, die Bibel ist ein Kunstwerk. Aber das sagen viele Menschen schon sehr sehr lange, ich kann es nur bestätigen. Um es auf meinen Nenner zu bringen: Ein Vers sagt mitunter mehr aus, als es ein ganzer Roman kann, aber DAS merkt man erst später.

    Also Geld in die Hand nehmen und eine Studienbibel kaufen. Viel Geld, die Dinger sind exklusiv. Es hat sich gelohnt, auf einmal sind da Hintergründe und ein Lexikon ist auch dabei. Ich kann es nur empfehlen!

    Es keimte zunächst der Gedanke: Jetzt wird es einfach … aber Huste Puste, wieder der Griff ins Klo. Studienbibeln leiden deutlich unter erschwerenden Fachbegriffen. Eschatologie ist so ein Wort, dass man schließlich jeden Tag nutzt. Du nicht? Na,, ich leider auch nicht. Hier hilft nur dranbleiben, nach und nach setzen sich die Begriffe und aus dem Kauderwelsch wird allmählich ein Knopf.

    Ich habe meinen Start auf die Evangelien des neuen Testaments gelegt, diese finde ich eher chronologisch orientiert und recht verständlich. Verständlich in dem Sinn, als das ich die erzählerische Reihenfolge gut verstanden habe, noch nicht die Tiefe der Texte.